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Mein Jahresrückblick 2021: Mit Überraschung kurz vor Schluss

Aktualisiert: 2. Jan.

2021 war ein intensives Jahr mit Höhen und Tiefen. In einem weiteren Pandemie-Jahr war unser Ziel bei VirtuallyThere: Mit Virtual Reality die Versorgung von Angstpatient:innen zu verbessern – gerade jetzt! Optimistisch und mit viel Schwung starteten wir ins Jahr und passierten mit der VirtuallyThere-App einen wichtigen Meilenstein. Warum ich Ende November kurz davor, mein Unternehmen aufzugeben und wie daraus überraschend etwas ganz Neues entstand, liest Du in meinem persönlichen Jahresrückblick.

Inhalt

  1. Was habe ich mir für 2021 vorgenommen und wie ist es gelaufen?
  2. Ein Meilenstein: Die VirtuallyThere-App geht an den Start
  3. Raus aus dem Angestellten-Job, Vollgas als Unternehmerin
  4. VirtuallyThere kommt groß raus: im Podcast, auf der (virtuellen) Bühne und auf der Titelseite
  5. Voller Schwung und mit großen Plänen ins zweite Halbjahr
  6. Ich gebe auf
  7. Creating realities: So geht es 2022 weiter

Was habe ich mir für 2021 vorgenommen und wie ist es gelaufen?

In meinem Jahresrückblick 2020 mit dem Titel “Ausgebremst und Gas gegeben” habe ich mir für 2021 ein Motto gegeben: “Raus damit!” lautete es. Richtig durchstarten wollte ich mit VirtuallyThere nach dem Lockdown und der Corona-Zeit – äh, genau 😣 Auch wenn das nicht so geplant war: Ich wollte gerade jetzt das Beste aus der Situation machen: Virtual Reality soll zu einem selbstverständlichen Instrument in der psychotherapeutischen Praxis machen, um damit die Versorgung von Angstpatient:innen zu verbessern. Gerade in Zeiten von Kontaktbeschränkungen können virtuelle Therapie-Umgebungen die Welt in die Praxis holen – virtuelles Autofahren, ein Spaziergang über den Wochenmarkt oder ein vollgedrängtes Volksfest, auf einen Aussichtsturm steigen. Damit können Therapeut:innen ganz gezielt, kontrolliert und sicher angstauslösende Situationen herstellen und ihre Patient:innen direkt in der Stunde begleiten. Was wir nicht ganz auf dem Schirm hatten war, dass die Pandemie die Therapeut:innen selbst wahnsinnig belastet! Lange Arbeitstage, lange Wartelisten, Verwaltung, Vorschriften und das dünner werdende Nervenkostüm der Patient:innen zehrt an den Ressourcen. Ich merke, dass auch unsere enthusiastischsten Kund:innen oft Mühe haben, ihren Praxisalltag zu bewältigen. Es ist ein verflixtes Dilemma! Die Arbeit mit Virtual Reality spart so viel Vorbereitungszeit. Zeit, die unsere Nutzer:innen dringend an anderer Stelle benötigen. Auch wenn der Einstieg in die Arbeit mit Virtual Reality inzwischen in einem halben Tag locker machbar ist: viele Therapeut:innen haben einfach nicht den Kopf, sich jetzt ein neues Werkzeug anzueignen. Es brachte mich fast zur Verzweiflung: Wir haben eine Lösung, die Therapeut:innen gerade jetzt unterstützt – und konnten sie nicht großflächig in die Praxis bringen. Es ganz einfach nicht die Lösung, was für Therapeut:innen naheliegend erschien. Doch genau das sollte die Geburtsstunde eines ganz neuen Angebotes sein. Ein Angebot, das jetzt auch “raus” darf (dazu gleich mehr!).

Ein Meilenstein: Die VirtuallyThere-App geht an den Start

Einer der wichtigsten Meilensteine 2021 war der Start unserer VirtuallyThere-App. Zu störungsanfällig war unsere vorherige Lösung geworden (iOS unterstützte sie schon länger nicht mehr 🙄), zu begrenzt waren die Möglichkeiten. Lange hatten wir nach der passenden technischen Plattform gesucht, denn es wurde höchste Zeit, dass wir mehr Endgeräte unterstützten. Mit Sebastian Seidel und dem Team bei der TwinC GmbH hatten wir endlich die richtige Lösung gefunden. Gemeinsam stellten wir die App innerhalb von nur sechs Wochen auf die Beine. Ich war unglaublich stolz und erleichtert, als ich die App zum ersten Mal “live” gesehen und testen konnte! Endlich eine eigene App, über die unsere Nutzer:innen über Smartphone, Tablet, PC und alle gängigen VR-Brillen komfortabel auf die VirtuallyThere-Mediathek zugreifen können. Im Oktober 2019 waren wir mit einem klickbaren pdf und 30 VR-Videos an den Start gegangen. Jetzt bietet unsere VirtuallyThere-App mit 350 VR-Videos die größte psychotherapeutische Mediathek im deutschsprachigen Raum. Das ist schon ziemlich cool und ist muss es immer mal wieder erzählen oder aufschreiben, um es selbst zu glauben!

Und so sieht die VirtuallyThere-App von innen aus:

Die meistgenutzte und umfangreichste Kategorie der VirtuallyThere-Mediathek ist “Autofahren” – Tunnel, Autobahn, Parkhaus, fahren im Stau, bei Regen oder als Beifahrer:

In der Pandemie wurde das Thema Spritzen geben/Impfen wichtig:

Beliebt sind auch unsere virtuellen Spaziergänge und Streichelzoos, denn in virtueller Realität lassen sich auch imaginative Entspannungsverfahren sehr gut unterstützen:

Die wichtigste Frage aber war: Würden auch unsere Nutzer:innen die App mögen? Diejenigen, die uns bis hierher begleitet und die VirtuallyThere zu dem gemacht haben, was es ist?

Meine Sorgen waren unbegründet:

Unsere VirtuallyThere-App findest Du übrigens
📲 hier im App Store 📲 hier im Google Play Store Direkt am Start ist ein individueller 6-stelliger Device-Code eingeblendet. Reiche uns diesen Code einfach hier ein. Dann schalten wir Dich für einen Test-Account mit Zugriff auf unsere beliebtesten VR-Videos frei.

Raus aus dem Angestellten-Job, Vollgas als Unternehmerin

Der größte Schritt für mich persönlich war, eine zunächst 12-monatige Auszeit aus meinem Job als Innovation Manager in der Automobilindustrie zu nehmen. Lange hatte ich mit diesem Schritt gezögert, 2020 war er für mich noch undenkbar gewesen. Mein ganzes Berufsleben lang war ich angestellt gewesen und es war einfach selbstverständlich für mich, ein festes monatliches Gehalt aufs Konto zu bekommen. Vertraute ich genug in mein eigenes Unternehmen (und letztlich in mich selbst), auch finanziell, um diesen Schritt zu wagen? Aber es war offensichtlich geworden: Das Nebeneinander von Angestelltsein, Unternehmertum und Familie funktionierte nicht mehr.

2021 habe ich so viele Webinare und Schulungen gegeben wie noch nie – und ich liebe es sehr, meine Begeisterung für die Arbeit mit der VR-Brille zu teilen!

Montag, der 12. April 2021 war mein erster Tag als “Vollzeit”-Unternehmerin. Perfektes Timing, denn schon am Sonntag darauf gab ich mit einem Webinar den Startschuss für die zweite Runde von “VR to go”: dem Virtual Reality-Starter-Kurs mit Jahreszugang zur VirtuallyThere-Mediathek. Es war unser bislang größter Kurs, den ich mit großer Begeisterung begleitete. Die neue App und mehr Zeit für mein Unternehmen setzten buchstäblich neue Energie frei. Wir begannen damit, unsere Nutzer:innen regelmäßig zu den bereits beliebten Reflexionen einzuladen: in diesen moderierten Runden tauschen wir uns zur therapeutischen Arbeit mit der Virtual Reality-Brille aus. Jedes Mal ist es faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich Therapeut:innen mit der VR-Brille arbeiten und sich gegenseitig inspirieren – die einen sind klassisch verhaltenstherapeutisch unterwegs mit dem Schwerpunkt auf Expositionen, andere setzen gezielt kurze emotionale Impulse, zum Beispiel für den Einstieg in die Therapiestunde, auch kunsttherapeutische Ansätze mit Virtual Reality verfolgen einige unserer Nutzer:innen. Zum ersten Mal bekam ich das Gefühl, den Start einer Bewegung mitzuerleben und zu gestalten.

Was wir dabei immer berücksichtigen: Psychotherapeut:innen haben meist aus gutem Grund nicht Informatik studiert – sie wollen mit Menschen arbeiten, ihren Leidensdruck verringern und ihnen zu mehr persönlicher Freiheit verhelfen. Virtual Reality für die therapeutische Praxis ist dabei ein Mittel zum Zweck. Deshalb muss die Technik muss vor allem alltagstauglich sein. Mein Team und ich schauen ganz genau auf ein gesundes Aufwand-Nutzen-Verhältnis: Virtual Reality muss wirksam sein, um ein Therapieziel zu erreichen, und gleichzeitig einfach genug für den Praxisalltag. Noch vor einigen Jahren war Virtual Reality für niedergelassene Therapeut:innen kaum ein Thema: zu aufwändig und zu teuer waren die verfügbaren Systeme. Das hat sich mittlerweile geändert. Unsere VirtuallyThere-Mediathek lässt sich mittels einer App über ein normales Smartphone nutzen – in Kombination mit einer Virtual Reality-Brille für 30 bis 50 Euro. Therapeut:innen können aber auch jederzeit auf eine autarke VR-Brille wie die Pico G2 4k oder ähnliche upgraden, die ab 350 Euro zu haben sind.

Unser Ziel ist es, Virtual Reality für Psychotherapeut:innen so einfach zu machen wie eine elektrische Zahnbürste zu nutzen. Inzwischen habe ich hunderte von Psychotherapeut:innen in die Arbeit mit Virtual Reality begleitet. Aus dieser Erfahrung haben wir unser begleitendes Kurskonzept so optimiert, dass unsere Nutzer:innen innerhalb von einem halben Tag startklar sind, um mit der VR-Brille therapeutisch zu arbeiten.

VirtuallyThere kommt groß raus: im Podcast, auf der (virtuellen) Bühne und auf der Titelseite

Dass wir Fahrt aufnahmen strahlte auch nach außen: So lud mich meine Business-Mentorin Sigrun in ihre Show ein, ich war zu Gast im Podcast “Moin um neun”, wo ich mit Laura Roschewitz über die Möglichkeiten von Virtual Reality für Angstpatient:innen diskutierte. Wie Psychotherapeut:innen sich mit einem Virtual Reality-Angebot positionieren und ihre Sichtbarkeit erhöhen können, das habe ich ich im Podcast von Sandra Maria Bader von “Therapeuten-Marketing” und in einem Gast-Blogartikel für Claudia Hönig von “Erfolg in Heilberufen” beschrieben. Das Thema Virtual Reality schaffte es sogar aufs Titelblatt der Freien Psychotherapie, das Verbandsmagazin des Verbandes Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater (VFP). Hier findest Du meinen Artikel “Mit Virtual Reality leichter durch die Angst”, der in der Ausgabe 5/2021 erschienen ist. Darin beschreibe ich, wie die Virtual Reality-Brille unseren Nutzern Zeit spart und die Arbeit erleichtert.

Ende Oktober war ich bei “Pioneers of Health Tech” auf der virtuellen Bühne, einem Event von House of Innovation. Inmitten internationaler Unternehmer und Unternehmensvertreter aus dem Bereich Digital Health stellte ich dort VirtuallyThere vor – ohne einen einzigen Slide zu zeigen, aber dafür mit einer Spritze in der Hand (wenn Du neugierig bist: meinen Pitch kannst Du hier anschauen). In einer spannenden Panel-Diskussion ging es darum, wie wir mit Hilfe von digitalen Tools und neuen Technologien Patient:innen besser versorgen können. Denn wir können Ängste und psychische Erkrankungen nicht verhindern. Aber wir können Therapeut:innen dabei unterstützen, den Millionen Patient:innen dort draußen wirksamer und gezielter zu helfen. Damit sie ihre Ängste überwinden und ihre persönliche Freiheit zurück gewinnen können.

bei Pioneers of Health Tech stelle ich Ende Oktober VirtuallyThere vor

Voller Schwung und mit großen Plänen ins zweite Halbjahr

Nach einem turbulenten ersten Halbjahr startete im Juli die Sommer-Edition von “VR to go” – neben den live-Webinaren boten wir die Kursinhalte auch als feriengerechte und kompakte Video-Tutorials an, die unsere Teilnehmer:innen auch abends auf der Terrasse anschauen konnten. Auch ich freute mich im Anschluss über zwei Wochen Sommerpause: Familienurlaub am Ende der Welt, in den Slowenischen Alpen! Warum war es eigentlich so unglaublich erholsam dort? Es war einfach!

Viel Platz für die Mädels zum Toben. Die Wahl zwischen Pferde füttern, Trampolin und Badesee.

Eine atemberaubende Aussicht auf die Berge mit Weite und der wohltuender Ruhe, mit gelegentlichem Blöken, Wiehern oder Krähen. Auch einfach und doch jedes Mal ein Highlight: Das Essen – liebevoll gekochte und wahnsinnig leckere Hausmannskost von einer warmherzigen Gastgeberfamilie. Zum Frühstück Milchreis oder Buchweizenbrei, jeden Tag selbst gebackenes Brot. Kakao und türkischer Kaffee aus der Kanne. Abends ein traumhafter Lammeintopf mit Karotten und Kartoffeln, alles vom eigenen Hof. Zum Nachtisch Mohnstrudel nach dem Rezept der Oma. Und dann natürlich die Berge! Wandern war mit der 3-Jährigen noch nicht ganz angesagt. Wir haben unsere Lösung in der Kombination von laufen und biken gefunden: wir Eltern laufen und haben die Mädels bei den Steigungen mit dem Seil im Schlepptau. Mit wunderschönen Erinnerungen und schweren Beinen fuhren wir wieder nach Hause. Wir waren alle vier so begeistert, dass wir unseren nächsten Sommerurlaub wieder am Ende der Welt verbringen werden.

Voller Energie und Vorfreude startete ich nach dem Urlaub wieder durch. Im Herbst sollte unser bisher bester und größter Kurs an den Start gehen. Um genau das richtige Angebot zu machen befragte ich unsere bisherigen Kund:innen so wie auch Interessent:innen, die Virtual Reality bisher noch nicht einsetzen. Arbeitete am perfekten Kurskonzept, setzte ein neues, kostenloses Kennenlern-Angebot für interessierte Therapeut:innen um, suchte nach Gast-Dozent:innen und investierte so viel Zeit und Geld wie noch nie in Werbung für das Webinar, in dem ich das neue Angebots-Paket vorstellte: “VR komplett”. Parallel dazu kam im Oktober Kim Gorchs bei VirtuallyThere an Bord: Kim ist Virtuelle Assistentin, Yoga- und Meditationslehrerin und unterstützt uns in der Kundenbetreuung und PR. Sie hat “Media & Convergence Management” (M.Sc.) studiert und fühlt sich pudelwohl in der Technikwelt, gleichzeitig hat sie ein großes Interesse an den Themen der Psychologie. Als Digitale Nomadin reist sie durch die Welt und arbeitet ausschließlich online – die perfekte Ergänzung für Team VirtuallyThere! Wie perfekt, das sollte sich schon wenig später herausstellen …

Mein VirtuallyThere-Jahr 2021 in Zahlen

1 VirtuallyThere-App bringt die Mediathek auf Android, iOS, Windows und den Mac
348 VR-Videos in der VirtuallyThere-Mediathek
465 Teilnehmer:innen in Webinaren und Online-Kursen 203 aktivierte Accounts für die VirtuallyThere-Mediathek
4 Interviews und 1 Artikel in einem Fachmagazin 988 Laufkilometer bisher in 2021 – hey, die 1.000 sollte ich dann aber doch noch voll machen!

Meine liebsten eigenen Blogartikel 2021

Mein Aprilscherz, auf den so einige Leser:innen hereingefallen sind 🤡 Neu in der VirtuallyThere-Mediathek: Virtuell ins All fliegen! Ein Erfahrungsbericht aus der therapeutischen Praxis: Wie virtuelle Naturszenen in der Arbeit mit einer Hochstress-Patientin zum Einsatz kommen “Es war so wunderbar, wie sich die Patientin mit der VR-Brille endlich entspannen konnte”
So trägt die VR-Brille auch zu Spaß und Leichtigkeit in der Therapiestunde bei: Virtual Reality hilft nicht nur Deinen Patienten – es erleichtert auch Deinen eigenen Therapiealltag

Ich gebe auf

Natürlich wusste ich es vorher: Ein Unternehmen aufzubauen ist kein Spaziergang. Es gibt Momente zum Jubeln und Acker-Phasen – beides habe ich 2021 erlebt. Meine Arbeitstage sind immer intensiv und nachdem die Mädels eingeschlafen sind gehe ich am Schreibtisch in die Verlängerung. Aber hey! Ich bin schließlich Ausdauersportlerin und ich liebe das, was ich bei VirtuallyThere tue: Menschen den Weg durch die Angst leichter machen. Und es ging voran. Langsam, aber in die richtige Richtung.

Leere auf dem Esslinger Weihnachtsmarkt – eigentlich sollte an diesem Tag der Weihnachtsmarkt eröffnet werden

Aber an einem wolkenverhangenen Freitagmorgen Ende November ging ich mit gesenktem Kopf über den Esslinger Marktplatz. Gerade war der Esslinger Weihnachtsmarkt abgesagt worden. Die Standmitarbeiter hatten gerade alle Buden aufgebaut und dekoriert, jetzt standen sie da und mussten alles wieder abbauen. Ich fühlte mich genau wie sie: Alles ist fertig vorbereitet, und jetzt geht es nicht los. In meinem Kopf kreiste der Gedanke: “Ich gebe auf. Das ist es alles nicht wert.”

Was war passiert? Tage zuvor hatte ich die Türen zu unserem neuen Zertifikatskurs “VR komplett” geöffnet. Seit September hatten mein Team und ich mit Feuereifer darauf hin gearbeitet. Neue Kursinhalte, VR-Start mit intensivem Support in den all’ unsere Erfahrung aus der Arbeit mit über 300 Therapeut:innen eingeflossen ist, ich hatte VR-Brillen vorbestellt, die Werbetrommel gerührt wie noch nie und war unternehmerische Risiken dafür eingegangen.

Und dann lief immer mehr schief. Obwohl die Arbeit mit Virtual Reality eine Menge Zeit spart merkte ich: Die meisten Therapeut:innen sind so belastet, dass sie schlicht nicht die Kapazitäten haben, sich mit einem neuen Tool zu beschäftigen! Selbst wenn es ein Werkzeug ist, das ihnen im Arbeitsalltag viele Stunden Zeit spart, wie unsere Nutzer:innen bestätigen, und mit dem sie nach einem halben Tag der Einführung loslegen können. Wir hatten eine Lösung in der Hand, aber unser Angebot war zu dem Zeitpunkt nicht das Richtige: das Paket aus Jahreszugang mit einem durchdachten Kurs und viel Unterstützung, um Virtual Reality wirklich optimal zu nutzen war zu umfangreich und zu viel. Die Buchungen blieben deutlich hinter unseren Zielen zurück. Unsere Reserven schmolzen.

Was ich damals auf dem Marktplatz noch nicht ahnte: Nur drei Wochen später war eine neue Idee geboren.

Eine Idee, die VirtuallyThere nicht ersetzt, sondern darauf aufbaut. Eine Idee, die mittlerweile schon zum Prototyp wird.

In den vergangenen Monaten hatte sich gezeigt, wie gut unsere virtuellen Entspannungs-Umgebungen funktionierten. Unsere Nutzer:innen setzen sie nicht nur mit Patienten ein, sondern gerne auch, um selbst nach einem anstrengenden Arbeitstag abzutauchen. Besonders beliebt dafür sind unsere virtuellen Spaziergänge, Sonnenuntergänge und Unterwasser-Szenen. Ich hatte allerdings darin bisher nicht das Potenzial für etwas Eigenes gesehen. Einige zufällige Gespräche und die Ideen von Frank und Kim brachten schließlich eine neue Idee hervor. Eine Idee, die ein wirklich aktuelles Problem löst: VirtuallyThere Workbreak – virtuelle Umgebungen, die Deine Mitarbeitenden und Dich im Home Office begleiten, Dich unterstützen den Arbeitstag leichter zu strukturieren und produktiver zu sein.

Erster Blick auf VirtuallyThere Workbreak

Zum Beispiel: Ein virtueller Waldspaziergang oder abtauchen zwischen bunten Fischen, um morgens einen Übergang zur Arbeit im Home Office zu schaffen, 5 Minuten am Lagerfeuer Fokussieren vor einem wichtigen Meeting. Mit einer Meditation am Strand den Tag ausklingen lassen. Die VR-Videos dafür hatten wir bereits in der Mediathek, Ideen und Konzepte für Meditationen zur Begleitung während eines Arbeitstages steuerte Kim bei. Genau das ist ihr Spezialgebiet als Meditationslehrerin, das wir nun mit Virtual Reality zusammenbringen. Obwohl so nahe liegend, war das für mich eine echte Überraschung!

VirtuallyThere Workbreak ergänzt unser bisheriges Angebot und baut auf allem auf, was wir bisher geschaffen haben: Auf den Inhalten, auf der technischen Plattform und auf unseren Erfahrungen in der Psychotherapie. Denn vieles, was in der Arbeit mit Hochstress- oder Traumapatienten oder zur Fokussierung jungen Patienten in der Therapiestunde funktioniert, lässt sich im Grundsatz auch auf unseren getakteten und gehetzten Büro-Alltag übertragen. Ich freue mich riesig darauf, das neue Produkt zu entwickeln und in die Welt zu bringen.

Du hast Lust, VirtuallyThere Workbreak zu testen? 👉Trage Dich einfach hier ein, Mitte Januar geht es los!
Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Virtual Reality-Brille.

Wenn Du schon ausgerüstet bist – super! Unsere Mediathek unterstützt alle gängigen VR-Brillen. Wenn Du noch keine Brille hast, kein Problem – wir geben Empfehlungen und machen Dir auch gerne ein Angebot.

Die VirtuallyThere-Mediathek für Psychotherapeut:innen wird es natürlich weiter geben! “VR komplett” ist wie geplant gestartet und bin sehr dankbar für die wunderbaren Teilnehmer:innen, die ich in die Arbeit mit Virtual Reality begleiten darf. Neue VR-Videos sind schon in Vorbereitung, neue Funktionen kurz vor dem Start und neue Kurs-Durchläufe geplant. Hier kannst Du Dich eintragen, wenn Du über neue Angebote für die Psychotherapie auf dem Laufenden bleiben möchtest.

Creating realities: So geht es 2022 weiter

Für 2022 habe ich mir ein Motto gegeben: Creating realities – virtuelle Welten, die helfen, Ängste leichter zu überwinden und unseren Alltag lebenswerter zu machen. “Creating realities” ist für mich Vision und Verantwortung zugleich. Verstärkt durch die Pandemie ist medial vermittelte Kommunikation für uns (über-)lebenswichtig geworden. Medienwelten – vor allem soziale Medien, und auch Virtual Reality kann ein soziales Medium sein – haben das Potenzial unsere Wahrnehmung der Welt, unser Verhalten und auch unsere Selbstwahrnehmung zu beeinflussen. Technologien wie Virtual Reality sind aber auch wirksam, effektiv und sogar notwendig, um zum Beispiel die Versorgung von Angstpatienten zu verbessern.

Keine noch so gute Simulation ersetzt das Erlebnis, im realen Wald unterwegs zu sein, das Kiefernharz zu riechen und den weichen Boden unter den Schuhen zu spüren. Aber so oft ist für viele von uns kein echter Wald in Reichweite. Und genau dann erschaffen auch virtuelle Welten reale Erlebnisse. Auch virtuelle Erlebnisse sind real und haben Auswirkungen auf das Erleben und unser Leben – dieses Prinzip machen wir uns bei der Angstbehandlung in Virtual Reality zunutze – andersherum berichtet der Psychologische Psychotherapeut Jens Röschmann in diesem Blogartikel, wie einer seiner Patienten durch ein VR-Spiel Höhenangst entwickelt hat. Auch wenn es sich nur um Simulationen handelt: Wie alle, die virtuelle Welten und soziale Medien erschaffen, die Teil eines Metaverse werden können, tragen auch wir bei VirtuallyThere eine ständige Verantwortung.

Auch wenn Virtual Reality als Komponente eines Metaversums hochtechnologisch ist – für mich besteht seine Zielsetzung einzig und allein darin, Menschen miteinander zu verbinden.

Bring it on, 2022 – lass’ uns Realitäten schaffen!

Struktur, Fokus und Anregungen für Deinen Arbeitstag im Home Office – das kannst Du auch gebrauchen? Du bist neugierig, wie das in virtueller Realität aussehen kann?

Melde Dich für unseren kostenlosen beta-Test an: 👉Trage Dich einfach hier ein, wir melden uns bei Dir wenn es losgeht.

Virtual Reality zum Einlesen mit dem VR Starter Guide!